Tipps für das Korrigieren deiner Texte

Tipps für das deiner Texte

Eine sorgfältige Grundreinigung deiner Arbeit bleibt dir als Autor nicht erspart. Was heißt eine? Eher zwei oder drei.

Von Roland Gugganig

Bestsellerautoren und Feuilleton-Stars können stets auf ihre fleißigen Lektoren zählen und arbeiten deshalb schlampig. Nicht inhaltlich, aber formal. Optimisten finden das sogar gut: Statt nach Tippfehlern zu fahnden, nützen die Meister unserer Zunft ihre Zeit eben lieber fürs Recherchieren, Nachdenken, Ideen-Haben. Je angesehener die Autoren, desto bereitwilliger überlassen sie das Korrigieren und Lektorieren dem Verlag. Das hat Tradition.

Anders ist es in der Welt der Gebrauchstexter, Blogger und News-Jockeys. Unsere Kontrollinstanzen wurden abgeschafft. Selbst bei etablierten Magazinen gibt es keine Korrekturschleife mehr und keinen Endredakteur – und falls doch, ist dieser meist hoffnungslos überlastet. Journalisten, Verkaufstexter und andere Profis müssen daher ihre Arbeit selbst polieren. Man erwartet von ihnen nicht nur gute Inhalte, sondern Präzision ab Werk.

Wenn du also mit deinem Schreibtalent ernsthaft Geld verdienen und langfristig im Geschäft bleiben möchtest, musst du deine Texte wienern, bis sie blitzen und blinken.

Tipp 1: Schalte die automatische Rechtschreibprüfung ein. Dafür klickst du in Word auf Datei > Optionen > Dokumentprüfung und setzt ein Häkchen neben Rechtschreibung während der Eingabe überprüfen. Erscheinen dann bestimmte Wörter und Passagen unterwellt, stimmt etwas nicht. Bevor du deinen Text weiterreichst oder publizierst, solltest du diese Warnungen sorgfältig durchgehen und jeden Fehler korrigieren.

Tipp 2: Verlasse dich nicht auf den Geist aus der Maschine. In einem durchschnittlichen Text erkennen aktuelle Prüf-Tools nur etwa ein Drittel der Probleme. Sie schweigen auch, wenn ganze Wörter fehlen oder mehrere Schreibweisen möglich sind – etwa, wenn du irrtümlich wahr statt war eingetippt hast. Andererseits werden manche Ausdrücke beanstandet, obwohl sie korrekt sind. Wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist, nimm dir Zeit und schlage das Wort im Online-Duden nach.

Tipp 3: Zoome nah an deine Arbeit heran (d. h. vergrößere die Anzeige deines Bildschirms), bis dir dein Text in fast groteskem Riesenformat vor Augen steht: So übersiehst du die kleinen Fallen nicht. Durchforste Satz für Satz nach weiteren Fehlern. Du wirst staunen, was dir entgangen ist.

Tipp 4: Viele Autoren schwören auf einen Wechsel des Mediums: Sie drucken sich ihren fertigen Text aus und studieren ihn gründlich bei einer Tasse Kaffee. Der Blick aufs Papier ändert die Sichtweise, versichern sie, und auf diese Weise entdecken sie mehr und andere Fehler. Probiere auch diese Methode aus. Sicher ist sicher.

Tipp 5: Lies dir den ganzen Text selbst laut vor. Lach nicht: Diese Methode ist eine echte Geheimwaffe. Denn wenn du hörst, was du geschrieben hast, fallen dir fehlende Wörter garantiert auf. Auch Verdopplungen und falsch gewählte Zeitformen entdeckst du mühelos. Und falls du einen eingebauten Sensor hast für verbales Zaubertheater, entdeckst du auch dieses (und lässt es geschickt aus deinem Text verschwinden).

Zur Hölle mit dem

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Diese Tipps können dir beim Korrigieren deiner Texte sehr nützlich sein. Sie funktionieren aber nur unter der Voraussetzung, dass dir die Grammatikregeln geläufig sind, du dich mit der Zeichensetzung auskennst und die deutsche Rechtschreibung beherrscht.

Falls nicht, gibt es zum Glück die Möglichkeit, ein Lektorat zu beauftragen. 

Roland Gugganig: Dein Texter, Lektor, Skriptdoktor und Schreibcoach

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